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Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ
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«Nicht Philosophen stellen die radikalsten Fragen,
sondern Kinder»



...Kinder sind in erster Linie Kinder und nicht potentielle Erwachsene...

«Zum Glück währt die Jugend nicht ewig...» diese Äusserung wird mit einem Seufzer der Erleichterung oft gebraucht, um eine schwierige Debatte über Jugendliche zu Ende zu bringen. Nach der Logik: Kindheit und Jugend sind nur Übergangsphasen, auch die heutigen Kinder und Jugendlichen werden irgendwann erwachsen, und als Erwachsene kommen sie zur Vernunft, haben weniger Probleme und vor allem: machen weniger Probleme. Wenn es so einfach wäre...

Über 30 Jahre nach ihrer Gründung führt die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) ihre Arbeit unermüdlich fort: sie berät den Bundesrat und sensibilisiert die Öffentlichkeit über wichtige Belange die Kinder und Jugendliche betreffen. Des Weiteren versucht sie die Entwicklung des Verhältnisses von Kindern und Jugendlichen zur Gesellschaft zu beobachten und zu deuten. Viele Themen büssen kaum an Aktualität ein. So waren auch schon 1978, im Gründungsjahr der Kommission, folgende Themen brisant: Kriminalität, Gesundheit, Bildung, um nur enige zu nennen. Mehr als die Inhalte sind es es die Formen der Debatte und der öffentlichen Diskussion die sich stark verändert haben.

Die Aufgabe der Kommission liegt nun darin, die Anliegen der jungen Generationen ins Zentrum der Debatte zu rücken und unermüdlich darauf hinzuweisen, dass diese Lebensphasen als etwas Eigenständiges betrachtet und respektiert werden und nicht lediglich als Übergangsphase zum erlösenden Erwachsensein. Diese Forderungen sind umso wichtiger auf dem Hintegrund der aktuellen Diskussion zur Überalterung, bzw. zum Kindermangel unserer Gesellschaft. Schwierigkeiten die direkt mit dieser Altersphase zusammenhängen sind legitim und dulden keinen Aufschub.

Pierre Maudet, Präsident